Malý Bor - Hliněný Újezd

Hliné Újezd ​​​​ist ein Ortsteil von Malý Bor. Hliné Újezd ​​​​wird erstmals zusammen mit einigen anderen umliegenden Dörfern in einer Schenkungsurkunde vom 18. Oktober 1045 erwähnt, die Fürst Břetislav I. an das Kloster Břevnov richtete. Der Name des Dorfes hatte früher verschiedene Formen. Auf alten Landkarten trägt es beispielsweise den Namen Oldenburg. In der Sammelherrschaft aus dem Jahr 1654 wird das Dorf als Teil des Horaždovice-Anwesens von Ludmila aus Šternberk aufgeführt und verzeichnet nur drei nicht sehr bewegliche Bauerngüter.


Hliné Újezd ​​​​hat seinen Beinamen „Ton“ von mehreren Ziegeleien erhalten, die sich in seiner Nähe befanden. Bis nach Sušice wurde Töpferton aus kommunalen, herrschaftlichen und privaten Ziegeleien transportiert. In der Ziegelei des Gutshofes wurden neben Ziegeln auch Dachziegel hergestellt. Um 1900 verschwanden die Ziegeleien nach und nach. In Hliné Újezd ​​wurde eine der ersten einheitlichen landwirtschaftlichen Genossenschaften der Region gegründet. An der Kreuzung im nördlichen Teil des Dorfes steht eine hohe prismatische Backsteinkirche Gottes aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Zusammen mit der Dorfkapelle sind sie in die Liste der unbeweglichen Kulturdenkmäler eingetragen.


Quelle: Řezníčková Zdeňka, Broschüre Mikroregion Slavník, herausgegeben von AgAkcent s.r.o., 2013.


Untertanen und Freie


Rund um die Hütten sagte man früher, dass es in Hliněné Újezd ​​​​Ferds und Deutsche aus den ältesten Familien gibt. Schon vor den Hussitenkriegen ließen sich ihre Vorfahren hier nieder und erlösten sich mit ihrem Können von der Arbeit. Ihre Nachkommen dienten dann als Waffenträger auf Rabi und waren dabei, als der berühmte Hetman Žižka bei der Belagerung der Burg ein Auge verlor.


Wie Hliný Újezd ​​​​entstand


In der Nähe von Horažďovice erhielt ein Adliger vom böhmischen König ein Grundstück. Er bekam, was er zu Pferd herumritt. So erhielt das neue Dorf seinen Namen von diesem Reiter... Újezd. Und weil es in der Gegend guten Ton gab, der für Töpfer aus einem weiten Umkreis geeignet war und auf diese erdige Weise das Dorf tatsächlich berühmt machte, gibt es hier seither Újezd ​​​​Hliněný.


Eine unruhige Glocke


Damit die Einwohner von Hlínené Újezd ​​wissen, wann es Mittag ist oder wann es Zeit ist, niederzuknien, kauften sie eine Glocke. Und weil es keine Kapelle gab, wurden die Glocken an den Säulen von Ferdoc dvor geläutet. Als die Säulen in einem Feuer brannten, wanderte die Glocke zu einem nahegelegenen Birnbaum. Um die Glocke nicht ständig bewegen zu müssen, bauten die Ujezder Menschen schließlich doch die Kapelle.


Quelle: alle Gerüchte – Ondřej Fibich, Prácheňský poklad, Gerüchtesammlung b.v.

 


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