Nezdice na Šumavě - Záluží - Palais

Das Jagdschloss Záluží, das ganz am Ende des Waldkomplexes Ždánova-Hügel steht, wurde im neugotischen Stil erbaut und diente gleichzeitig als Jagdschloss.


Der Legende nach geschah alles wie folgt:

Zur Zeit des Fürsten Gustav Jáchym Lamberk, der ein leidenschaftlicher Jäger war, diente unter anderem František Hermann als Förster. Er hatte drei Schwager, die auf dem Gut Žichovice dienten. Der Schreiber Josef Smrčka aus Rabí, der Chefbrauer der Brauerei Žichovice Ferdinand Panz aus Rabí und der Aktuar auf der Burg Žichovice Josef de Pauli. Zu den Herbstjagden kamen Gäste aus benachbarten Gütern, insbesondere Freunde des Fürsten aus Blatná, Mačice, Vojnice und anderen. Zwischen Ždánov und Královský kamen erschoss der junge Lamberk unter dramatischen Umständen einen Bären.

Einer der Bären, die damals im Ždánovský hvozd lebten, griff alle Nutztiere in der Nähe an, darunter auch Pferde, und die Menschen hatten Angst vor ihm. Als der Sohn von Jan, dem Besitzer des Guts Žichovice, Fürst Lamberk, auf der Burg Záluží ankam, beschloss er, den Bären zu jagen. Gemeinsam mit anderen Jägern organisierten sie eine große Jagd auf ihn. Als es ihnen nach ein paar Tagen gelang, ihn aufzuspüren, war der Bär sichtlich wütend. Jan Lamberk, der das Recht hatte, als Erster auf den Bären zu schießen, schoss sofort, doch der Bär lief davon. Auch die anderen feuerten, aber selbst diese Salve konnte den Bären nicht aufhalten. Die Jäger verfolgten ihn. aber der Bär ging ihnen verloren, und auch John ging bei der Verfolgung verloren. Nach einer langen Suche, die bis zum zweiten Tag dauerte, fanden sie einen erschöpften Jan, der neben einem toten Bären schlief.


Zu Ehren dieses Ereignisses errichtete Pfarrer Josef Duben im Jahr 1836 die Kapelle St. Jana. Nach den Aufzeichnungen des leitenden Lehrers Josef Hozman hatte der Fürst bis zu seinem Tod einen ausgestopften Bären in seinem Arbeitszimmer auf der Burg in Žichovice. Im Wald oberhalb der Burg steht ein drei Meter hoher Felsen mit der deutschen Inschrift Lovu zdar.

In der Nähe sprudelt eine reichhaltige Quelle, ein einst gepflegter Brunnen. Die Jagd begann an diesen Orten wahrscheinlich schon früher.


Derzeit dient das Schloss als Pension.

Quelle: Informationstafel

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