Plánice - Nicov – Kirche der Geburt der Jungfrau Maria
Den Anstoß für den Bau der Mariä-Geburt-Kirche in Nicov gab im Jahr 1720 Adolf Bernhard von Martinice, der damalige Besitzer des Planice-Anwesens. Als Erbauer der Kirche wählte er den renommierten Architekten Kilián Ignác Dientzenhofer. Die Wahl des Baumeisters war offenbar kein Zufall, da Martinic zu dieser Zeit Dientzenhofer beim Bau der Kirche St. Jan Nepomucký im Prager Hradschin. Der Grundriss gefiel ihm offenbar, denn in Ničov gab es einen ähnlichen. Die Historikerin Milada Vilímková schreibt in ihrem Buch „Builders of Palaces and Temples“: „Es war ein längliches Kreuz mit halbkreisförmigen Seitenarmen und einer Apsis und wurde durch die quadratischen Räume des Magazins und der Sakristei an den Seiten des Chores und zwei Türmen bereichert.“ vorne.
Die Behandlung der tektonischen Elemente im Innenraum, der Kapitelle der korinthischen Pilaster und der Profilierung der Gesimse ist in beiden Kirchen nahezu identisch. In diesem Zusammenhang scheint auch die Meinung berechtigt zu sein, dass Kilián Ignác Dientzenhofer den Bau des Ausfallgeländes in Smečně, dem Stammsitz der Martinier, vorgeschlagen hat. Ein weiterer Sakralbau, den Adolf Bernhard Graf Martinic Kilian Ignac Dientzenhofer anvertraute, war die Kirche St. Der Bau der neuen Kirche von Nizza dauerte ganze sieben Jahre und wurde 1727 abgeschlossen. Die Weihe der Kirche erfolgte jedoch erst am 17. September 1730 durch den Litoměřice-Bischof Jan Adam Graf Vratislav von Martinice und auf dem Altar wurde eine Kopie der wundertätigen Statue der Jungfrau Maria mit Jesus aufgestellt.
Die Nica-Kirche hat ihre ursprüngliche Form bewahrt, mit Ausnahme der Dächer der Türme, die 1870 bei einem Sturm zusammen mit dem Dach weggeblasen wurden. Sie wurden dann durch neue mit einer Pyramidenform ersetzt, die nicht sehr gut mit der Kirche übereinstimmte der Bau der Kirche. Über dem Haupteingang der Kirche befindet sich in der dreiteiligen Fassade das steinerne Wappen der Martinier und Dietrichsteiner mit den Insignien des Ordens vom Goldenen Vlies. Die Besonderheit der Kirche von Nizza ist die Ausrichtung des Hauptaltars, da der Altar in den meisten katholischen Kirchen nach Osten ausgerichtet ist, in der Geburtskirche der Jungfrau Maria jedoch nach Süden. Interessant ist auch die Tatsache, dass der Bau der Kirche auf Pfählen basierte. Vor dem Bau der barocken Kirche befand sich hier eine kleinere gotische Kirche, die bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts stark verfallen war.
Quelle: Ing. Martin Kriz
