Plánice - Denkmal für František Křižík

Tschechischer Edison. So wird der tschechische Erfinder und Unternehmer František Křižík genannt. Er wurde am 8. Juli 1847 in Plánice nach langjähriger Ehe zwischen Václav und Marie geboren. Die Mutter war damals 43 Jahre alt. Im selben Jahr wurde T.A. geboren. Edison und P.N. Jabločkov. „Meine Kindheit war zufrieden und glücklich“, schrieb F. Křižík. „Vater war ein armer, lahmer Schuhmacher und Mutter war eine Dienerin.“ Nach Jahren an den Schulbänken in Plánice und Klatovy beschlossen die Eltern, den begabten Jungen in Prag studieren zu lassen. „Meine Mutter und ich machten uns zu Fuß von Klatov aus auf den Weg, die Reise dauerte drei Tage. Als wir von Malé Rynečka in Prag abbogen, trafen wir eine Bekannte, die hier eine Bäckerei hatte. Sie bot mir an, mich als Lehrling aufzunehmen. Ich brach ab von meiner Mutter und rannte zum Altstädter Ring. Meine Mutter steht hinter mir. Der Bäcker ist bisher irgendwo verschwunden. Deshalb bin ich kein Bäcker geworden.

Im Alter von zwölf Jahren meldete sich der kleine František Křižík in der Realschule Malostran an. Das Lernen fiel ihm nicht leicht. „In der Küche von Sládkovice, wo ich die Nacht damit verbrachte, ihre Töchter Růžena, Božena und Gabriela zu unterrichten, gab es ein Dienstmädchenbett, in dem ich tagsüber auch meinen Strohkorb aufbewahrte. Abends warf ich ihn unter den Tisch in der Werkstatt und machte Ein Bett für mich selbst. Damit sie mich in die Abschlussfeier lassen konnten, gab mir der Katechet ein schwarzes Kleid. Aber ich bin trotzdem nicht dorthin gefahren. Nicht, dass ich Angst gehabt hätte, aber ich hatte kein Taxi. Deshalb haben sie nur akzeptierte mich als außergewöhnlichen Zuhörer.

Křižíks Weg zur Elektrotechnik begann mit einer zufälligen Begegnung mit dem Uhrmacher Holub, der die Firma Kaufmann verließ und einen Ersatz für ihn finden musste. Das zukünftige Schicksal von Křižík wurde somit von der Eisenbahn entschieden, und seine erste Erfindung war ein Signal gegen Zugkollisionen.

Im Jahr 1878 lernte Křižík auf der Weltausstellung in Paris die Apple-Bogenlampe kennen, die auch als Apple-Kerze bekannt ist. Der Nachteil der Lampe war ihre schwankende Helligkeit. Nach seiner Rückkehr nach Pilsen begann Křižík mit der Verbesserung der „Kerze“. Im Jahr 1880 wurde eine verbesserte Bogenlampe namens Plzeňka geboren, für die Křižík 1881 auf der Internationalen Elektroausstellung in Paris eine Goldmedaille erhielt, ebenso wie T.A. Edison für seine Glühbirne. Die Heimpremiere seines Bogens fand am 18. August 1881, am Geburtstag des Kaisers, im Pilsener Theater statt.

Křižík wollte auch mit Ford konkurrieren. Er baute nur drei Autos, die aber elektrisch angetrieben wurden, um die Luft für die Menschen nicht zu verschmutzen. Ganz Prag wurde Zeuge, dass er mit dieser Lokomotive der erste war, der Nerudovka bis zum Hradschin fuhr. Er war auch berühmt für die erste elektrische Straßenbahn, die auf der Strecke von der Burg Letenské bis zum Rand von Stromovka fuhr. Dadurch erhielt er Aufträge für den Bau von Straßenbahnlinien nicht nur im Prager Stadtteil Libni, sondern auch in Pilsen, Dubrovnik und Teilen Wiens.

František Křižík versuchte, Elektrizität auf dem Land zu verbreiten. Damit die Leute ihm glauben, fuhr er mit einer elektrischen Dreschmaschine zu den Bauern. Aber er war seiner Zeit vielleicht am weitesten voraus, wenn es um Elektrolokomotiven ging.

Seinen letzten ungetrübten Sieg feierte František Křižík 1891 auf der Jubiläumsausstellung zum 100. Jahrestag der ersten Industrieausstellung in Böhmen. Křižík präsentierte hier seinen Lichtbrunnen, der zur Legende wurde. Der Brunnen auf dem Prager Messegelände ist nach seinem Schöpfer benannt und kann von Besuchern noch heute bewundert werden.

František Křižík, dessen kreative Erfindung auf dem Konzept der Nutzung von Gleichstrom basierte, wurde um die Jahrhundertwende vom wissenschaftlichen und technischen Fortschritt überholt. Jan Neruda sagte über ihn: „Er hatte zwei Mängel. Er war kein Geschäftsmann und er war zu bescheiden. Mit einem Wort, er war ein Tscheche.“

Es ist nicht verwunderlich, dass František Křižík in seinem reichen Leben viele Ehrungen erhielt, unter anderem wurde ihm 1883 der Franz-Josef-Orden und 1891 der Orden der Eisernen Krone verliehen. Es wurde zum kaiserlichen Rat und 1905 ernannte der Monarch František Křižík zum lebenslangen Mitglied des Oberhauses. Er und seine Frau hatten sieben Kinder, und seine Nachkommen sind nicht nur hier, sondern auch im Ausland auf zahlreichen technischen und künstlerischen Gebieten hervorragend.

Vor der Besetzung der Tschechoslowakei am Weihnachtstag 1937 saß František Křižík zusammen mit Karel Čapek vor dem Mikrofon des Tschechoslowakischen Rundfunks und überbrachte eine warnende Botschaft an Wissenschaftler auf der ganzen Welt: „Heute möchte ich Ihnen, dem Volk, etwas sagen.“ des guten Willens, eine Botschaft des wahren Glaubens und des Friedens. Professor Einstein, wir sind so weit voneinander entfernt und doch so nah. Ich glaube, dass die Wissenschaft alle Menschen und Nationen zusammenbringen kann. Ich glaube an eine glückliche Zukunft für die Welt. Letztendlich muss die Menschheit das tun verstehen, dass es sich selbst Respekt und Liebe schuldet.“

František Křižík stirbt im Jahr 1941. Er ruht in Vyšehrad, unweit von Božena Němcová, Bedřich Smetana und Mikoláš Alš. Kurz vor seinem Tod sagte er zu denen, die die Dunkelheit verteidigten: „Mut. Mut zum Leben. Mehr nicht.“

Quelle: Flugblatt der Stadt Plánice zum 170. Geburtstag von František Křižík, herausgegeben von Koráb z.s. 2017


Mapa