Plánice - Statue der Heiligen Dreifaltigkeit
Die Dreifaltigkeitssäule ist ein im Staatsregister eingetragenes Kulturdenkmal. An der Stelle eines ehemaligen Prangers wurde im oberen Teil des Platzes hinter dem heutigen Rathaus eine barocke Skulptur mit Säule errichtet, wohl als Dank an Gott für die Beendigung der Viehpest, die 1742 in der Stadt und ihrer Umgebung wütete. 377 Rinder, Ochsen, Kühe und Färsen starben in der Pest. Die Skulptur wurde 1783 vom Meister František Kopecký repariert. Die Säule der Heiligen Dreifaltigkeit ist ein in der Landesliste eingetragenes Kulturdenkmal. Im Zentrum des gemauerten Sockels befindet sich ein Steinsockel mit markantem Fuß und auskragender Deckplatte. Die Wände des Sockels sind mit eingelassenen Spiegelflächen verziert. Der Sockel ist mit einer Säule mit massivem Fuß mit Bogenprofil und Akanthusdekor ausgestattet. Die Architektur der Säule wird durch ein korinthisches Kapitell abgerundet, das eine Skulptur der Heiligen Dreifaltigkeit trägt.
Die Figuren von Gottvater und Sohn sind im traditionellen ikonografischen Konzept der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts dargestellt und gegenüber dem Eingang des Schlosses platziert. Auf der gegenüberliegenden Seite, Richtung Süden, wird die Skulptur durch die etwas überlebensgroße Figur der Jungfrau Maria vervollständigt. Auf dem Rücken der Jungfrau Maria ist eine Taube zu sehen, die den Heiligen Geist symbolisiert. Die Säule der Heiligen Dreifaltigkeit ist ein markantes städtebauliches Element, das den Charakter des Raumes vor dem Eingang zum Schloss prägt. Die bisherige typologische Bewertung weist auf Ähnlichkeiten mit der Mariensäule in Horažïovice und die Möglichkeit desselben Autors hin. Das interessanteste Merkmal ist die Existenz einer Statue von P. Maria, die normalerweise nicht auf ähnlichen Säulen zu finden ist. Normalerweise finden wir Säulen, die entweder nur eine Statue von P. Maria oder eine Statue der Heiligen Dreifaltigkeit enthalten. In den Jahren 1998-99 wurde die Säule mit der Skulptur auf Kosten der Stadt und mit einem staatlichen Zuschuss rekonstruiert und ist heute ein Schmuckstück des Parks auf dem Platz. Die Autoren der Restaurierungsarbeiten waren der Restaurator Jan Turský aus Prag und der Kunststeinmetz Jan Kozák aus Mlynáøovice. Aufgrund des großen Interesses der Öffentlichkeit fand im September 1999 eine feierliche Übergabe des restaurierten Denkmals auf dem Plány-Platz statt.
Quelle: Ing. Martin Kriz
