Horaždovice - Prácheň

Die Burg Prácheň wurde vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut. und übernahm die Aufgabe, das Pootava-Becken zu bewachen. Schriftliche Quellen berichten vom Kastellan Vítek aus Prčice, der auch ein hoher Beamter am Přemysler Hof war. Bekannt ist auch Diviš aus Divišov, der als Verwalter unter Přemysl Otakar I. über Práchna herrschte. Im Jahr 1315 schenkte Johann von Luxemburg die Burg den Bayern aus Strakonice, denen auch Horažďovice gehörte.

Während der Belagerung der Stadt durch die Hussiten wurde die Burg verwüstet. Im Jahr 1483 kaufte die Familie Švihov die Burg. Půta reparierte die Burg Švihovský, sodass sie bewohnbar wurde. Aus dem 15. Jahrhundert die Burg verlor an Bedeutung. Für die damalige Zeit war es eine weitläufige Burganlage. Die Hauptmauer war 140 m lang, die gegenüberliegende Mauer war gleich, die größte Breite betrug 40 m. Eine starke Mauer mit einem runden Turm trennte den Vorhof vom Schloss mit 11 Wohnräumen im Innenhof. Der Rundturm ist noch heute zu sehen. Es hatte einen Durchmesser von 8 m. Die der Stadt zugewandte Seite war mit 4 Bastionen befestigt. Im Jahr 1868 wurde ein Stein von Práchno auf einem feierlichen Floß zu den Fundamenten des Nationaltheaters transportiert.

Unterhalb der Burg steht eine Kirche, die ursprünglich dem Heiligen geweiht war. Clemens, später St. Vojtěch. Die Entstehung der Kirche geht auf das Ende des 13. Jahrhunderts zurück. Um 1500 wurde es im spätgotischen Stil umgebaut und verlor dabei seine ursprüngliche Form.

Über dem Wirtschaftsgebäude unterhalb der Burg befand sich eine slawische Wallburg aus dem 10. Jahrhundert. Dies wurde durch zahlreiche archäologische Funde belegt.

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