Sobìšice - Rundgang durch das Jagdgebiet Nass
Ein drei Kilometer langer Wanderweg um den Sobìšické-Hain in einer wunderschönen Waldumgebung am Rande des Lamber-Anwesens, wo der Adel spektakuläre Jagden veranstaltete. Für den Erfolg der Jagd waren die Ranger und Wildhüter im Dienste ihrer Ernährer verantwortlich. Ein wichtiger Vertreter des engagierten Wildhüters war Felix Nass, der viele Jahre im örtlichen Wildhüter U Rebštek arbeitete und für Ordnung und Wohlstand in den hiesigen Wäldern sorgte. In seiner Freizeit schnitzte er Inschriften in den lokalen hochwertigen Granit, die den Besitzer des Anwesens und den Kaiser selbst, Franz Joseph I., feierten. Hajný war als Volksheiler, Kräuterkundiger und Glätter von Tier- und Menschenknochen bekannt. In seinem Amtseifer verbot er sogar seiner eigenen Frau, Zangen aus dem Wald im Ofen zu verbrennen. Der Vrchnostenský-Spieler Felix Nass wurde am 18. Mai 1841 in Bedøich Nr. 13 in der Nähe der Siedlung Cetoraz geboren. Auch sein Vater Josef arbeitete als Edelwildhüter in Vobora im selben Bezirk. Die Mutter, geborene Posekaná, wurde 1816 in Kamen u Pacova geboren.
Felix Nass hat am 25. November in Bukovník geheiratet. 1884 mit Theresa geborene Ritschelová. Das Ehepaar Nass hatte sieben Kinder, das schwierige Schicksal eines von ihnen, Karl, ist erwähnenswert. Er war auch Gutsjägermeister und arbeitete kurzzeitig beim Wildhüter in Ždánov, wo er U Nassa hieß. Danach war er in der Gärtnerei in Budìtice und im Jahr 1931 starb er auf tragische Weise im Alter von 43 Jahren auf einem Hochsitz auf dem Hügel Èepièná. Die Ermittlungen brachten die Todesursache nicht vollständig ans Licht, man ging von einer Schießerei durch einen Wilderer aus, es könnte aber auch ein unglücklicher Unfall gewesen sein.
Hajný Felix Nass starb am 15. Dezember 1917 in Sobìšice. Sein Vermächtnis besteht nicht nur aus ein paar geschnitzten Steinen, sondern aus vielen massiven Douglasien, die der Wildhüter gepflanzt hat. Der Wind in den Zweigen dieser Riesen weckt den Namen Nass ...
Auf dem Weg sind auch Spuren menschlicher Aktivitäten zu sehen. Seit jeher wird hier Granit abgebaut, der für Wahrzeichen, Kreuze, Grabsteine und verschiedene Bauelemente verwendet wird. Unterwegs kommen Sie auch zum steinernen Denkmal des Grafen Emil Anton Lamberk, der 1836 auf tragische Weise bei der Jagd ums Leben kam.
Frühling: Erläuterungstafel zum Rundgang.
